Ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz ist das Dämmen von Immobilien. Dabei lässt sich nicht nur Energie sparen, auch die Behaglichkeit und der Komfort steigen. Äußerst wichtig dabei ist jedoch das Vermeiden von Schimmel.

Entscheidend für die Entstehung von Schimmel ist der sog. Taupunkt. Erreicht die relative Luftfeuchtigkeit 100%, beginnt sich das Wasser niederzuschlagen. Dies geschieht oftmals an sog. Wärmebrücken. Dieser Teil (der Wand, Decke, Dach, etc.) wird feucht und Schimmel kann entstehen.

Verschärft wird dieses Problem durch die immer dichtere Bauweise bei Neubauten bzw. Nachrüstung von Dampfsperren/-bremsen bei Altbauten. Die vorhandene oder eingebrachte Feuchtigkeit kann so nur noch schwer entweichen. Äußerst wichtig ist daher die Bestimmung von Temperatur- und Luftfeuchteverlauf inkl. aller verwendeten Materialien durch die gesamte Schichtdicke. So kann im Vorfeld geklärt werden, ob eine Schimmelbildung wahrscheinlich ist oder nicht. Diese Bestimmung erfordert viel Fachwissen, genaue technische Daten und eine entsprechende Software, was die Realisierung deutlich erschwert.

Eine äußerst gute Anlaufstelle, um auch als Laie an belastbare und unabhängige Informationen zu kommen, ist die Seite u-wert.net. Sie bietet neben einer Datenbank mit den technischen Daten und der Beschreibung vielerlei Baumaterialien einen Rechner, der den Temperatur- und Feuchtigkeitsverlauf durch die Dämmung/Wand/Decke/etc. simuliert. Neben Beispielen sind auch Grundlagen zu verschiedenen Themen und ein Forum verfügbar. Es lassen sich so auch ohne das Beauftragen einer Firma im Vorfeld die verschiedensten Ansätze auf ihre energetische und finanzielle Rentabilität prüfen und einen sinnvollen Weg finden.

Mein Tipp ist daher: Jeder, der eine (energetische) Baumaßnahme ins Auge gefasst hat, sollte diese Seite besuchen und seine Planungen mit den verfügbaren Simulationen vergleichen. So kann man zumindest grob feststellen, ob man energetisch und wohnklimatisch auf dem Holzweg ist.