Backups sind ähnlich wie viele Service-Berufe - man erkennt ihren Wert erst, wenn was nicht klappt. Deshalb braucht man eine Lösung, die möglichst automatisch arbeitet, kinderleicht einzurichten ist und dann vergessen werden kann ("fire and forget"). Die Software "Back in Time" leistet dies - und noch viel mehr.

"Back in Time" baut auf den grundlegenden, aber sehr mächtigen Tools rsync, cp und diff auf. Es arbeitet ähnlich wie Apples "Time Machine" oder TimeVault und flyback. Wie alle Programme dieser Liste werden (inkrementelle) Backups angelegt, auf welche sich (je nach Konfiguration) auch zeitlich beliebig zugreifen lässt. Zu jedem Speichervorgang wird ein Ordner angelegt, welcher über Hardlinks alle unveränderten Dateien, über normales Kopieren alle geänderten Dateien enthält. Es belegen somit nur die veränderten Daten Platz auf der Platte. Zusätzlich kann man damit nicht nur auf das letzte Backup zugreifen, sondern aus der Liste auf beliebige Zeitpunkte. Dies kann auch als Ersatz zur Versionierung beim Programmieren genutzt werden. Neben der Möglichkeit, die Backups manuell anzustoßen, kann es auch automatisiert geschehen. Da externe Speichermedien inzwischen kaum mehr Geld kosten, gibt es kein wirkliches Argument mehr für fehlende Backups. Und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erkennt man ihren Wert erst, falls das digitale Leben von Jahren verloren ist.

Eine weitere, erwähnenswerte Möglichkeit (unter den vielen), Daten zu sichern, die auch für Windows verfügbar ist, existiert in Form von rsyncbackup beziehungsweise Hardlinkbackup. Letzteres hat rsyncbackup abgelöst, ist aber leider nicht OpenSource. Für Privatanwender ist es jedoch kostenlos. Rsyncbackup gibt es dafür von heise.de auch als Windows-Skript.