Linux-Nutzer kennen das Problem: man installiert (sehr einfach über den Paketmanager) zum Ausprobieren ein Programm oder zehn. Nutzt man es aber nicht, weil es die Erwartung nicht erfüllt oder nicht das war, was man suchte, deinstalliert man es wieder. Doch was passiert mit den Konfigurationsdateien? Oft bleiben sie auf der Platte. Doch es gibt Abhilfe.

 

Um die systemweiten Config-Dateien kümmert sich das inzwischen fast perfekte Paketmanagement. Alle installierten Dateien, werden beim Deinstallieren auch wieder entfernt. (Dabei muss man im Bedarfsfall auch die Option "purge" und nicht nur "remove" wählen.) Doch die vom Programm selbst angelegten Dateien - üblicherweise im sog. "home"-Verzeichnis, verbleiben auf der Festplatte und belegen Platz (wenn auch nicht viel) und - eigentlich noch schlimmer - müllen auf Dauer das Verzeichnis /home/<username> zu.


Das Projekt Mundus verspricht Abhilfe. In einer Datenbank werden möglichst viele Programme gesammelt. Diese erkennt die Software und prüft, ob die zugehörigen Konfig-Dateien gelöscht werden können. Ist dies der Fall, verschwinden sie nach Bestätigung durch den Nutzer von der Platte. Sollte man nicht genau wissen, ob man sie später doch noch einmal benötigen wird, gibt es die Möglichkeit, vor her ein (automatisches oder manuelles) Backup zu erstellen. Im Moment werden 114 Anwendungen unterstützt.


Fazit: Es war nie einfacher, sein home-Verzeichnis sauber zu halten.